Dienstag, 25. September 2012

Sehr geehrte Entscheidungsträger

Leserbrief von Frau Margit Lemke. Leserbriefe geben nicht automatisch die Meinung aller BI Mitglieder wieder.

Leserbrief zum Artikel
Von Rammstößen und Blätterrascheln
erschienen im Wedel-Schulauer Tageblatt am 08.09.2012

Sehr geehrte Entscheidungsträger der Stadt Wedel, am 6. September besuchte ich die zweite Infoveranstaltung von Vattenfall zu dem geplanten GuD in Wedel. Danach lässt sich das Thema wohl auf eine Frage reduzieren: Wieviel will die Stadt Wedel ihren Bürgern und Bürgerinnen zumuten, damit Vattenfall seine Gewinne maximieren kann?

Es geht Vattenfall natürlich nicht um Umweltschutz, nicht um innovative Technik und erst recht nicht um gute Nachbarschaft, sondern um Gewinnmaximierung. Mit dem Hinweis darauf, dass es noch keine Detailpläne gebe, konnte von Vattenfall fast keine Frage konkret beantwortet werden. Vattenfall wird sich bei seiner Gewinnmaximierung – das unterstelle ich einfach mal – an die gesetzlichen Grenzwerte (zum Bespiel bei der Lärmentwicklung) halten. Allerdings werden sie sich, um die Kosten möglichst gering zu halten, dabei immer am oberen Rand bewegen – die besten lärmreduzierenden Techniken werden also wohl nicht zum Einsatz kommen. Vattenfall will eben verdienen – egal in welcher Nachbarschaft sie sich befinden.

Der Stadt Wedel sollte es aber um die Lebensqualität gehen, die schon in der mehrjährigen Bauphase massiv beeinträchtigt sein wird. Schon allein die Fragen, ob Grundschüler sich bei dauerhaftem Baulärm, der auch zu Erschütterungen führen wird, konzentrieren können, oder aber, wie die Stimmung im Kindergarten durch zusätzlichen Lärm aufgeheizt wird, sind wohl klar zu beantworten.

Also bleibt für mich nur eine einzige Frage: Warum unterstützt die Stadt Wedel anscheinend so vorbehaltlos diese rücksichtslose Umsetzung des Megakraftwerks?
Margit Lemke
Königsbergstraße
Wedel

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