Sonntag, 21. Oktober 2012

Energiewende im Hinterzimmer

Leserbrief von Gudrun Hinz-Warnke. Leserbriefe geben nicht automatisch die Meinung aller BI Mitglieder wieder.

So etwas dürfte es gar nicht geben, was am Montag stattfindet: ein Treffen zwischen Wedels Bürgermeister und Fraktionen mit Vertretern des Vattenfall-Konzerns - und zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Es geht um das geplante Erdgas-Turbinen-Kraftwerk in Wedel.

Die Bürger aus Wedel und Rissen bleiben ausgesperrt. Wie mit den Interessen der Betroffenen im Hinterzimmer umgegangen wird, geht ja keinen etwas an.

Zwar versprach Niels Schmidt in einem Tageblatt-Artikel, die Anliegen der Bürger ernst zu nehmen. Doch vermutlich hat er es sich unterdessen anders überlegt: keine offene Debatte über Alternativen. Und vor allem will man offensichtlich keine Ratschläge hören von sachkundigen Experten, die nicht von Vattenfall bezahlt werden.

Ein Vertreter von Vattenfall drückte das kürzlich öffentlich so aus: er könne zu drängenden Fragen (Kohlendioxydausstoß, Lärmbelastung und Überschussproduktion von Elektrizität, die die Windenergie in Zukunft verdrängen wird) nichts sagen, denn damit würde er ja Fakten schaffen.

Auch das dürfte es nicht geben, dass die die Energiewende in ganz falsche Hände geraten ist.

Gudrun Hinz-Warnke

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