Dienstag, 26. Februar 2013

Wortprotokoll

Das Wortprotokoll zum Erörterungstermin am 28. und 29.11.2012 wurde uns heute (26.02.2013) zur Verfügung gestellt.

Für alle, die die gestellten Fragen, Antworten und Vorträge nachlesen möchten:
Wortprotokoll als PDF (hier klicken)

Kerstin Lueckow

Donnerstag, 7. Februar 2013

Halbe Kraft zurück

In einer Pressemitteilung vom 04.02.13 gibt Vattenfall an, die Leistungen des geplanten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks deutlich zu verringern (hier klicken, um die Pressemitteilung anzuzeigen).

Wir begrüßen die Entscheidung, das GuD statt mit zwei Turbinen nur noch mit einer Turbine zu planen und damit die elektrische Leistung am Standort Wedel deutlich reduzieren zu wollen. Dies bedeutet erheblich weniger klimaschädliches CO2 und ein Schritt in Richtung Energiewende ohne fossilen Strom.

Welche Auswirkungen diese Maßnahme auf die zu erwartende Lärmbelastung während des laufenden Betriebs des geplanten Kraftwerks haben wird, wurde bisher nicht bekanntgegeben. Es wurde auch nicht dargestellt, ob dadurch künftig die Lärmgrenzen für das reine Wohngebiet Elbhochufer Ost (entsprechend B-Plan) eingehalten werden.

Es wird weiterhin mit einem offenen Luftkondensator zur Kühlung geplant und die bisher vorgebrachten Bedenken, z.B. tieffrequenter Schall, wurden seitens des Konzerns bisher nicht ausgeräumt. Alternativen, wie z.B. die deutlich leisere Wasserkühlung, werden bisher, mit unterschiedlichen pauschalen Erklärungen, nicht in Betracht gezogen. Rammarbeiten, obwohl zeitlich verkürzt, sind weiterhin vorgesehen. Hierbei werden die zulässigen Lärmobergrenzen nach wie vor deutlich überschritten.

Die Entscheidungsfindung ist aus unserer Sicht nicht transparent. Noch auf dem Erörterungstermin wurden die ursprünglichen Antragsvarianten als alternativlos und bedarfsgerecht dargestellt.

Deshalb erwartet die Bürgerinitiative weiterhin ein (längst versprochenes) Wärmekonzept und ein Gutachten zum Bedarf und Standort.

Kerstin Lueckow

Sonntag, 3. Februar 2013

Hauruck

Duden: Hauruck
<in übertragener Bedeutung>: mit Hauruck (überstürzt und gewaltsam) wollte er das verbogene Rad (oder Kraftwerk, Anm. d. R.) wieder in Ordnung bringen

Frau Krischock (Bürgerschaftsabgeordnete der SPD in HH) leitet Ihre eigene These aus den schweren Störungen des Kohlkraftwerks (4 Störungen innerhalb von 6 Tagen) in Wedel ab.

Sie sieht die Notwendigkeit für einen "schnellen" Ersatz durch den Neubau eines GuDs in Wedel. Geplant sind mindestens 3 Jahre Bauzeit (ohne einen Tag Verzögerung gerechnet). Realistisch ist das wohl nicht. Und kann man dies als schnell bezeichnen?

Herr Kleimeier (Pressesprecher von Vattenfall) gibt sinngemäß an, dass das Kohlekraftwerk zu alt sei und mit weiteren Störungen zu rechnen wäre. Dies beruhigt weder die Fernwärmekunden noch die Anwohner, die mehrmals in Angst versetzt wurden.

Und was wird als Alternative genannt? Die nochmalige Verlängerung des maroden Kohlemeilers über 2017 hinaus. In Anbetracht der jetzt schon dramatischen Lage ist dies wohl kein realistisches Szenario.

Ist dies die Hamburger Energiewende? Vereinbart war Moorburg statt Wedel. Bei einem zusätzlichen fossilen Großkraftwerk im Dauerbetrieb kann man wohl kaum von CO2-Ersparnis reden. Außerdem möchte Vattenfall mit dem GuD erheblich mehr fossilen Strom erzeugen als mit dem Kohlekraftwerk. Da kann es schnell passieren, dass selbst im direkten Vergleich (GuD und altes Kraftwerk) keine CO2-Ersparnis zu erwarten ist. Vattenfall hat bisher jede Aussage über den Gesamtausstoß verweigert.

Kerstin Lueckow

Samstag, 2. Februar 2013

Pang, Pang, Pang, Pang

Auch andernorts wird gerammt! Was dies für die Anwohner bedeutet, kann man dem folgenden Artikel gut entnehmen. Beachtenswert ist, in welchem Umkreis das Schlagen der Rammen noch zu hören ist.

Rammen auf Tesa-Baustelle nerven Anwohner

Daraus folgender Ausschnitt:
An der Nienburger Strasse dürfte Tesa laut Genehmigung wochentags zwischen 7 und 20 Uhr Metallpfähle in der Erde treiben.
Doch dieser Zeitkorridor war selbst dem Bauherrn zu gewagt."Wir haben die Arbeitszeiten derzeit auf einen Zeitraum zwischen 8 und 18.30 Uhr reduziert-aus Rücksicht auf die Anwohner."
Vattenfall wollte ursprünglich über 17 Monate vergleichbare Rammarbeiten zwischen den Wohngebieten in Rissen und Wedel durchführen. Auf Druck der Bürgerinitiative gab Vattenfall auf dem Erörterungstermin im November bekannt, dass für die Gründungsarbeiten bestimmter Gebäude jetzt Bohr- statt Rammverfahren zum Einsatz kommen sollen. Dies ist ebenfalls sehr laut, allerdings ohne Vibrationen. Weiterhin vorgesehen sind Rammarbeiten auf der sogenannten "Torflinse" (weicher Untergrund). Wieviel Monate Rammarbeiten noch beabsichtigt sind, ist nicht bekannt. Von "gewagtem Zeitkorridor" hat man von der Seite Vattenfalls auch noch nie etwas gehört. Die Moorburger können ein Lied davon singen.

Alle Bauarbeiten sind weiterhin von montags bis samstags von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr geplant. Die geplante Gesamtbauzeit inklusive Doppelbetrieb beider Kraftwerke und Rückbau beträgt ungefähr 8 Jahre.

Ergänzung
Im Hamburger Abendblatt ist noch ein weiterer Artikel dazu erschienen.




Nächstes BI-Treffen Mi, 13.02.2013

Liebe MitstreiterInnen,
unser nächstes Treffen findet
Mi, den 13.02.13 um 19:30 Uhr im ISI'S CHAMÄLEON, Rudolf-Breitscheid-Str. 40
in Wedel statt.

Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.

Liebe Grüße,
die BI